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Was haben „Emil und die Detektive“ (Erich Kästner) und „Homo faber“ (Max Frisch) gemeinsam?

Die Bücher werden zu den „sollte-man-lesen“ Weltliteratur-Büchern gezählt und ich musste wieder einmal feststellen, wie sich die Welt und Sprache verändert hat, seit diese Bücher geschrieben wurden.

Wenn ich „Emil und die Detektive“ meinem Sohn vorlese, muss ich immer wieder einzelne Wörter oder Sätze erklären. Dass es früher DM gab anstatt EUR ist noch das einfachste, aber Coupés (Wagons im Zug), Pferdedroschken anstatt Autos, „Das ist knorke“ usw. muss ich in Nebensätzen erklären und mein Sohn hört gespannt zu und lächelt dabei.
Damals zu Zeiten als „Homo faber“ geschrieben wurde, überquerte man den Atlantik mit dem Schiff, jeder hatte seinen eigenen Deckstuhl mit Namen drauf (! – keine Handtuch-Schlachten wie heute :-)), auf der anderen Seite werden hochaktuelle Themen (wie z.B. Schwangerschaftsabbruch) diskutiert, die heute immer noch ihre Gültigkeit haben.
Mein Fazit:
Ich werde meinem Sohn noch weitere Bücher aus dem letzten Jahrhundert vorlesen (das klingt, als wären wir schon uralt!), denn ich finde die Lebensweise an sich und die Art wie früher gesprochen und geschrieben wurde, außerordentlich spannend und lehrreich – besonders weil ich selbst bei dem ein oder anderen Ausdruck („knorke“) schmunzeln muss. Nebenbei erinnert es mich an meine eigene Kindheit, als ich jedes Buch, das mir in die Hände gefallen ist, gelesen habe.
Auf der Leseliste sind bereits: „Michel in der Suppenschüssel“ und andere Bücher von Astrid Lindgren, „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende.
Und was ist mein nächstes Buch? „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt