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So haben Sie und Ihr Kind Spaß beim Vorlesen!

Aus meiner eigenen Vorlese-Erfahrung als zweifache Mutter habe ich immer wieder festgestellt, dass bereits kleine Kinder beim Betrachten von Bilderbüchern und beim Vorlesen viele Fragen haben. In etlichen Gesprächen mit Pädagogen und Lese-Initiativen wurde mir bestätigt, dass „interaktives (dialogisches) Vorlesen und Fragen stellen“ die kindliche Entwicklung, das Text- und Sprachverständnis, die Fähigkeit zum Schreibenlernen und die Freude am späteren Lesen fördert.

Deshalb war es für mich ein Herzenswunsch, mit „Raffi und seine tierischen Freunde. Abenteuer auf dem Bauernhof“ ein Buch für Kinder ab 3 Jahren zu schaffen, das genau diesen Aspekt berücksichtigt. Denn zusammen Bilder anschauen, vorlesen und miteinander darüber zu sprechen verbindet!

Interaktives Vorlesen: Achten Sie auf Ihr Kind und reagieren Sie individuell auf die Situation beim gemeinsamen Bilder Anschauen und beim Vorlesen.

  • Suchen Sie für sich und Ihr Kind einen gemütlichen Ort, an dem Sie sich beide wohlfühlen.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Vorlesen! Lieber eine oder zwei Geschichten entspannt und ruhig gemeinsam lesen, als durch das gesamte Buch zu „huschen“. Machen Sie viele Pausen während des Vorlesens, besonders bei spannenden Stellen in der Geschichte.
  • Halten Sie kurz inne beim Lesen und beobachten Sie Ihr Kind: Ist es noch aufmerksam? Möchte Ihr Kind vielleicht zuerst das Bild ansehen, bevor sie die Geschichte vorlesen?
  • Lassen Sie sich von Ihrem Kind auch während des Vorlesens unterbrechen, wenn es Fragen hat oder etwas erklärt bekommen möchte. Antworten Sie Ihrem Kind, bevor Sie weiter lesen. Ihr Kind wird nur kurz abschweifen, denn es wird wissen wollen, wie die Geschichte ausgeht.
  • Sie dürfen beim Vorlesen – insbesondere bei den kleinen Kindern – Ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen! Passen Sie Ihre Stimme dem Verlauf der Geschichte an: Sprechen Sie lauter oder leiser, langsamer oder schneller (bei spannenden Stellen)… Schauen Sie erstaunt, wenn etwas Unerwartetes passiert oder lachen Sie zusammen mit Ihrem Kind.
  • Vielleicht klingt Ihre Stimme bei Kater Raffi etwas anders als bei Schwein Bruno (der langsam und gemächlich mit seiner tiefen Stimme grunzt). Ente Helena quakt mit einer glockenhellen, piepsigen Stimme?

Tipp: Vielleicht lesen Sie die ersten Male die Geschichte nur vor oder betrachten gemeinsam mit Ihrem Kind die dazugehörigen Bilder. Sie können, wenn Sie möchten, die Fragen am Ende des Abenteuers in Ihr Gespräch mit dem Kind einbauen. Oder Sie stellen einfache W-Fragen: Was siehst Du auf dem Bild? Was gefällt Dir? Wo ist…? Ob und wie sie die Fragen in das Vorlesen einbinden, entscheiden Sie!

 

In meinem Buch „Raffi und seine tierischen Freunde“ habe ich noch ein paar Hilfen mit eingebaut, die Sie und Ihr Kind beim gemeinsamen und interaktiven Vorlesen unterstützen:

Inhaltsverzeichnis zum Anschauen: Ihr Kind wird es lieben, die Geschichte(n) zum Vorlesen selbst auszusuchen. Mit dem bebilderten Inhaltsverzeichnis ist das kinderleicht möglich.

Bilder anschauen: Für die jüngsten Leser stehen die detailreichen und liebevoll gestalteten Illustrationen im Vordergrund, die mit dem Kind gemeinsam angesehen und besprochen werden. Das Kind versteht die Geschichte anhand der Illustrationen und mit Ihrer Hilfe beim „interaktiven Anschauen und Vorlesen“ (z.B. Fragen stellen zu Gegenständen im Bild) und wird so in seiner Fantasie angeregt.

Anregende Fragen: Neben den lustigen und spannenden Abenteuern, die die Tiere erleben, gibt es nach jeder Geschichte einen interaktiven Fragen-Teil. Er ist kein „muss“, sondern versteht sich als Anregung.

Gezielte Fragen, die zur jeweiligen Geschichte passen, bieten Ihrem Kind und Ihnen als vorlesendem Erwachsenen die Möglichkeit, sich mit den Abenteuern tiefer auseinanderzusetzen. Am Ende jeder Geschichte, finden Sie eine Verständnisfrage zur Geschichte, eine „Lern-/Übungsfrage“ wie z. B. das Zählen, die Farben und eine weiterführende Frage, welche die Fantasie Ihres Kindes anregen soll.

Spielerisch wird Ihr Kind dadurch ermutigt, ebenfalls Fragen zu stellen und somit in einen Dialog und in eine interaktive Kommunikation mit Ihnen zu treten.

Mitmach-Aufgaben: Kinder in diesem Alter können noch nicht allzulange still sitzen und konzentriert zuhören. Wenn Sie und Ihr Kind Zeit und Lust haben (und vielleicht nicht unbedingt kurz vor dem Schlafen gehen), können Sie die „Mitmach-Aufgaben“ ausprobieren. Eine einfache und lustige Aktivität lockert das Vorlesen auf und Ihr Kind lernt mit „Freude zuhören“. Wahrscheinlich ist Ihr Kind nach der Mitmach-Aufgabe wieder aufnahmefähiger und konzentrierter oder es ist ein gelungener Abschluss vom Vorlesen.

Ich hoffe, Sie und Ihr Kind haben ebenso viel Freude beim „interaktiven Anschauen und Vorlesen“ und erleben viele einzigartige gemeinsame Stunden zusammen!