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Es ist was faul (Jasper Fforde)

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Wird sie die Welt retten können? Und wer passt solange auf ihren Sohn auf?

„Der vierte Next-Roman ist sogar der beste, weil komischste und verblüffendste von allen.“

Viel mehr Informationen erhält man nicht vom Buch-Cover. :-)

Das Buch wurde mir empfohlen und auch gleich ausgeliehen. Also fing ich an, zu lesen. Doch ich quälte mich durch die ersten 40 Seiten. Immer wieder musste ich eine Seite zwei Mal (oder sogar drei Mal) lesen, weil ich teilweise rein gar nicht verstand, worum es ging. Aber wer versteht schon auf Anhieb…

– was Agenten der Juristifikation machen?

– warum man mit einer kleinen Dosis Slapstick einen Minotaurus fangen kann, wenn im Wilden Westen Tortenschlachten ausbrechen?

– wie man mit einem Martini-Henry-Gewehr einen Mann trifft, der aus über einem Absatz Text besteht?

– wann man Formulare wie das F36/34 (Abfeuern eines Radierers) über P13/36 (Schadensabschätzung) bis B9/32 (Ersatzbeschaffung) ausfüllen muss?

… für mich klang das jedenfalls alles so absurd, dass ich fast aufgegeben hätte. Aber gemäß meiner Regeln beim Lesen eines Buches (siehe auch meinen Blogeintrag: Sich durch ein Buch (lesend) kämpfen, aufgeben, oder gibt es vielleicht noch eine “andere Lösung”?!) wählte ich die Variante „durchkämpfen“. Und das war gut so. Denn als ich mich in die vielen abstrakt-komischen Begriffe gewöhnt hatte, wollte ich das Buch nicht mehr weglegen und war erst zufrieden, als ich es ausgelesen hatte.

Insgesamt erinnert mich der Stil an „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Es ist ebenso „trocken“ geschrieben (als ob es das natürlichste auf der Welt wäre, dass man Romanfiguren jagt) und gespickt mit irrwitzigen und absurden Inhalten und Protagonisten:

Agentin Thursday Next kommt aus der Buchwelt, in der sie Romanfiguren gejagt hat. Zurück im realen Leben, das aber doch nicht so real ist, wie wir es kennen… (oder wer hat schon einen Hamlet als Untermieter und findet in einer stillgelegten Fabrik noch weitere geklonte Hamlets? Einen zweijährigen Sohn, der Lorem Ipsum spricht? Oder einen Vater, der als Zeitreisender Timephoons abstellt?) Es ist also auch im realen Leben Thursday Next’s Einfallsreichtum und Können gefragt, um eine ausgebüchste Romanfigur einzufangen.

Zusammenfassend: ich habe ein paar Seiten benötigt, bis ich mich „in“ die Geschichte eingelesen habe, aber dann habe ich das Buch geliebt! (Und die anderen Next-Romane werde ich garantiert auch noch lesen.)

P.S. Wer mehr wissen möchte, kann auch in Wikipedia nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Thursday-Next-Reihe

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