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Erste Schritte mit dem Calliope Mini

„Der Calliope mini bietet Schulkindern ab der Grundschule einen spielerischen Zugang zum digitalen Lernen. Mit dem Calliope mini liegen unzählige kreative Möglichkeiten in deiner Hand. Egal ob du einen Roboter bauen oder Nachrichten übertragen möchtest: Mit wenigen Klicks erstellst du im Nu deine eigenen Programme für den Mikroprozessor und bringst Sachen in Bewegung.
Neben 25 roten sowie einer RGB-LED und zwei programmierbaren Buttons enthält das Board einen kombinierten Lagesensor mit Bewegungssensor und Kompass sowie ein Bluetooth-Modul, mit dem Calliope mini mit anderen Geräten kommunizieren kann. Das Board könnt ihr nicht nur mit dem Computer programmieren: Per App könnt ihr selbst erstellte Programme kabellos auf euren Minicomputer übertragen.“ (https://calliope.cc/ueber-mini)
Ich habe den Calliope Mini mit meinen beiden Kindern (7 und 5) getestet:
Mit dem Calliope (www.calliope.cc)  ist alles mitgeliefert worden, um sofort starten zu können. Sogar Batterien lagen meinem Päckchen aus der Crowdfunding Kampagne dabei, inklusive einer kurzen und einfachen „Gebrauchsanweisung/Erste Schritte“. Das Heftchen habe ich unserem Bald-2.Klässler zuerst alleine lesen lassen. Die Details habe ich ihm dann erklärt: Knopf A drücken, dann Knopf B drücken … schau: die LEDs auf dem Calliope zeigen nacheinander die Buchstaben „Super!“ usw. Vier einfache Programme bzw. Spiele sind bereits vorinstalliert, damit man den Mini-Computer kennenlernt. Mein Sohn war begeistert bald wollte er selbst bestimmen, was passieren soll, wenn man die Knöpfe drückt.
Ich habe mich mit ihm also an den Editor und das Selbst-Programmieren herangewagt. Unter https://calliope.cc/editor findet man eine Auswahl von Editoren. Ich habe einen einfachen Editor verwendet, der auch in dem Heftchen „Erste Schritte“ beschrieben wurde. Schnell (es funktioniert wirklich einfach!) habe ich es alleine getestet. Danach habe ich meinen 7jährigen Sohn probieren lassen.
Die erste Herausforderung war, ihm zu zeigen, wie die Computer-Maus funktioniert („Nur links mit dem Zeigefinger drücken“ oder bei drag & drop „: Maus klicken, aber geklickt halten und dann schieben, am Emde erst loslassen.“) Am Anfang hatte ich noch meine Hand auf seiner, nach kurzem wollte er es alleine machen und es ist ihm auch gut gelungen. Ich werde aber sicherlich eine kleinere Computer-Maus besorgen, die für kleine Kinderhände besser geeignet ist oder meinen Tablet Computer das nächste Mal verwenden.
Wenn „Knopf A drücken“ Dann „Bild“ – schnell ein Smiley Bild ausgewählt. Die generierte (.hex) Datei auf den Computer herunterladen und auf den Calliope schieben. Reset drücken und fertig. Nebenbei konnte ich ihm ein paar Grundfunktionen vom Computer erklären. Z.B. dass die Datei vom Computer nun auf den Calliope „geschoben“ (kopiert) wird und die Datei (das Programmierte) nun auf dem Calliope ist, damit der Calliope auch weiss, was er nun machen muss, wenn man den Knopf A drückt.
„ES HAT GEKLAPPT, SCHAU MAMA!“, ruft er freudestrahlend. Die nächsten kleinen Programme hat er selbst im Editor geschrieben und riesen Spaß dabei gehabt. Dann kam unser 5jähriger und wollte es auch probieren. Ich war wirklich erstaunt, wie schnell er begriff, wie er die Maus mit seinen kleinen Händchen halten muss, wie man klickt und verschiebt, und wie der Editor funktioniert. Er hat seinen Namen geschrieben, der beim Drücken einer Taste angezeigt werden sollte und die Funktion alleine herausgefunden, dass man auch eigene Bilder „zeichnen“ kann.
Nein, ich bin kein  Freund davon, wenn Kinder ihre Zeit größtenteils damit verbringen Computerspiele zu spielen. Aber ich bin auch der Meinung, dass man heutzutage Kindern digitale Medien nicht vorenthalten darf, sondern sie fördern sollte. Denn für das spätere Berufsleben ist es wichtig, dass unsere Kinder auf die digitale Welt gut vorbereitet sind. Und wenn ich sie anleiten kann, die „richtigen“ Sachen damit zu machen, dann kann das nur helfen, finde ich.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Calliope Mini tatsächlich ein einfaches Medium ist, um bereits Kindern Computer zu erklären und den Nutzen (und Spaß) von digitalen Medien näher zu bringen. Es ist meines Erachtens wichtig, dass man Kinder nicht alleine am Computer sitzen lässt, sondern sie immer beaufsichtigt, nebenbei erklärt und sie anleitet. Man sollte die Zeit vor dem Computer auch reglementieren, auch die Aufnahmedauer ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Das nächste Mal werde ich mit den Kindern ein komplizierteres Programm in Angriff nehmen, ich werde berichten.